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GRID DLC Schwerpunkt Auto: Volkswagen W12 Nardò
2008-07-18 14:50:33
Die Volkswagen-Audi-Gruppe (VAG) expandierte in den 1990er-Jahren beträchtlich und akquirierte viele Nobelmarken, insbesondere Bentley und Bugatti.



Darüber hinaus hatte der Konzern das Ziel, die Marke VW selbst in der Oberklasse zu etablieren. Dies sollte mit einem neuen Luxusmodell namens Phaeton gelingen. Für alle diese Projekte waren neue Motoren erforderlich, die größer und leistungsfähiger als die bisher von VW gebauten Aggregate waren, damit die Fahrzeuge in den beabsichtigten Zielmärkten auch konkurrenzfähig sein würden.



Seit Anfang der 1990er-Jahre hatte VW eine Motorenfamilie namens „VR“ gebaut, bei denen es sich um V-Motoren mit engem Zylinderwinkel handelte. Hierbei beträgt der Winkel zwischen den beiden Zylinderbänken lediglich 15 Grad, sodass im Vergleich zum „herkömmlichen“ V-Motor mit Zylinderwinkeln zwischen 60 und 90 Grad eine sehr kompakte Bauweise möglich ist. Diese Kompaktheit ermöglichte es, dass der Motor auch in Fahrzeugen verbaut werden konnte, die ursprünglich nur für 4-Zylinder-Reihenmotoren ausgelegt waren.



Der W12, besteht also, wie es der Name schon andeutet, aus zwei kombinierten V6-Motoren. Natürlich ist es etwas komplexer, als es hier klingt, aber prinzipiell besteht der Motor aus zwei Paaren von Zylinderbänken, die mit derselben Kurbelwelle verbunden sind. Daraus ergibt sich ein extrem kompakter 12-Zylinder-Motor, der kaum größer als ein herkömmlicher V8-Motor ist und auch geschmeidiger läuft als ein 8-Zylinder.



Um diesen neuen Motor zu präsentieren, beauftragte VW das berühmte Design-Unternehmen Italdesign mit der Konstruktion eines Prototypen als Vorzeigeobjekt für den Motor. Der erste Konzeptwagen wurde 1997 als Coupé vorgestellt, 1998 folgte eine Version mit Faltdach. Das Straßenmodell ist sehr elegant und unbestritten ein Traumauto und zeigt im Design dennoch typische VW-Merkmale. Eine der auffälligsten Besonderheiten war die durchgehende Glasfläche von der Unterkante der Windschutzscheibe über das Dach bis zur Heckscheibe/Motorhaube.



Der Wagen sollte aber nicht nur toll aussehen, sondern noch einen zweiten Zweck erfüllen: Da VW nie zuvor einen so komplexem Motor wie den W12 angeboten hatte, wollte man auch die Leistung und Zuverlässigkeit des neuen Motors unter Beweis stellen. Und so trat das Auto im Februar 2002 auf der Teststrecke in Nardò in Süditalien zu einem Weltrekordversuch an. Der Motor dieses Wagens entsprach praktisch denen aus der Serienproduktion, das Auto war aber gegenüber den W12-Konzeptwagen leicht modifiziert: Rennfelgen- und reifen, ein verlängertes Heck für verbesserte Aerodynamik sowie ein Lufteinlass auf dem Dach. Außerdem kam der Wagen in einer bezeichnend schlichten schwarzen Lackierung daher, die einfach klasse aussah, die das Auto aber gleichzeitig für einen perfekten Kandidaten für unseren Codemasters-Designwettbewerb macht, der nächste Woche endet! Wenn dein Design also in GRID enthalten sein soll, dann zeichne deinen Entwurf!



Als sich der Staub gelegt hatte, hatte der Wagen sage und schreibe 12 weltweite und internationale Ausdauerrekorde gebrochen. Wäre das Auto jemals produziert worden, hätte es einen hervorragenden GT-Rennwagen abgegeben. Sobald das DLC-Paket erscheint, kannst du selbst herausfinden, was wir meinen.